Das Geheimnis - Einen guten (fiktiven) Charakter erstellen

Nachtrag zum Thema Stress:

Puschelputzi erwähnte den Tipp, sich abends zu überlegen, was besonders schön an diesem Tag war. Etwas ähnliches hab ich bei Tipps zu Depressionen mal gelesen. Vor Allem ist es nützlich wenn Stress / Depressionen daher kommen, dass man sich wertlos fühlt. Ist aber nicht zu empfehlen, wenn das Gehirn dann abdriftet und den ganzen Tag reflektiert, aka auch schlechte Sachen. Für mich aber eher deswegen ungeeignet, weil ich nicht das Gefühl habe, nichts erreicht zu haben. :^)

Zur Anmerkung, dass es auch positiven Stress gibt: Kommt auf die Situation und auch die persönliche Fähigkeit mit Stress umzugehen an. Bei Klausuren ist Stress gut, weil man sich dann besser konzentrieren kann. Bei dem Stress, den ich aber habe bringen mir verbesserte Leistungen wenig, weil ich dann noch viel eher unruhig auf der Stelle sitze und drauf warten muss, dass die Bahn endlich ankommt. Zusätzlich wird das Zeitempfinden länger, weil man den eigenen Körper bewusst wahrnimmt. Jetzt ist es bei mir manchmal so schlimm, dass ich eine völlig falsche und flache Atmung bekomme oder mir schlecht wird. Daher würde ich den Stress mal ganz frech als negativ abstempeln :P

Meistens bin ich dann auch noch so gereizt, dass mir jeder dumme Kommentar schlecht bekommt.

 

Apropos dumme Kommentare, zur Zeit geistert irgendein kleines Kind umher und spammt sowohl Gästebuch als auch Kommentare mit wie er es nennt seiner "Scheiße" voll. Falls er wirklich unter Durchfall und Darmstörungen leidet, tut mir das natürlich Leid. Zwar hat er seine Kommentare gelöscht, als ich ihm in Aussicht gestellt habe, ihn zu melden, aber sollte es nochmal vorkommen, werde ich die Kommentare für Stunden oder Tage deaktivieren. Per Nachricht würde ich mich aber dann trotzdem über ernsthafte und konstruktive Kommentare freuen.

 

Aber zum eigentlichen Thema. Ich habe mir als Ziel zum Blog gesetzt, dass ich bei jedem Eintrag, mindestens etwas anspreche, was auch Lesern helfen kann. Sonst könnte ich ja auch den Blog unveröffentlicht auf meinem Computer schreiben, aye?

Jedenfalls findet das Thema momentan bei mir im Projekt Anwendung und auch von anderen Leuten auf Internetseiten höre ich manchmal, dass sie sich damit schwer tun. Zwar werden die das wohl nicht lesen, weil ich meinen Blog nirgends verlinkt habe, aber vielleicht gibt es ja in dieser Community trotzdem Leute, die sich damit beschäftigen.

 

Einen guten Charakter zu erstellen, sei es jetzt für ein Buch, für eine Kurzgeschichte, eine Fanfiction, ein Pen&Paper Rollenspiel oder ein Gameprojekt, verlangt den meisten Schreibern viel ab.

Aber wie definiert man überhaupt "gut"? Ganz klar ist es nicht die Moral des Charakters. Für mich gehört zu einem guten Charakter:

Eine Hintergrundgeschichte. Was hat er in seiner Vergangenheit erlebt, das seinen Charakter beeinflusst hat? Hat es seine Ziele geprägt, ist es wichtig für seine Ausgangssituation am Anfang der Geschichte? Hat er irgendwelche Erinnerungen, die ihm besonders wichtig sind?

 

Ein vielseitiger Charakter. Niemand hat nur zwei oder drei Charaktereigenschaften. Klar gibt es starke und schwache Eigenschaften, hervorstechende und wichtige Eigenschaften, aber man sollte einen Charakter nicht mit drei Worten beschreiben können. Überlegt euch Ängste, es können auch ganz simple Dinge wie Wasser oder Schlangen sein. Oder Ängste die aus seinem Charakter resultieren. Aber dazu mehr. Es muss nicht immer die ausgefallene Angst vor Dunkelheit oder dem Tod sein. Wie verhält sich euer Charakter, wenn er mit dieser Angst konfrontiert wird? Versucht er, sich nichts anmerken zu lassen? Oder rennt er panisch umher und kann keinen klaren Gedanken fassen? Und was zeigt das über seine Charaktereigenschaften? Wie verhält er sich gegenüber von Fremden? Wie sieht es mit Verantwortung aus? Wie schnell vertraut er Leuten? Wie gesund/krank ist er (hat er Allergien)?

 

Herkunft. Niemand ist einfach so erwachsen. Jeder hat eine Kindheit. Wie waren die Umstände in seiner Familie? Wie wurde er erzogen? Musste er früh bei der Hausarbeit helfen und ist deswegen verantwortungsbewusst? War er Einzelkind und kommt deswegen nicht damit klar, sich nach anderen richten zu müssen? Wurde ihm immer zu befohlen still zu sein und er hat deswegen heute Bedenken, seine Meinung zu äußern? Wie viel Geld hatten diese zur Verfügung? Wie hat das arm/reich sein den Charakter beeinflusst? Was hat er in der Schule gelernt? Was ist seine Einstellung gegenüber Politik? Oder kennt er sich überhaupt nicht damit aus und interessiert sich nicht dafür? Und wie sieht es mit Religion aus? Was sind ihre Ziele für die Zukunft / Was treibt sie an?

 

Negative Charaktereigenschaften. Jeder hat Charakterzüge, auf die er nicht sehr stolz ist. Natürlich, sollte jemand der geduldig ist, nicht gleichzeitig ungeduldig sein. Aber das erklärt sich wohl von selbst. Manche Leute finden es schwer, negative Eigenschaften zu finden. Das kann ich irgendwie nicht nachfühlen. Meine Charaktere haben meist mehr schlechtes als positives. Falls ihr trotzdem dazu Hilfe braucht, hier ein paar Ideen. Natürlich könnt ihr die Eigenschaften so zusammenwürfeln, wie sie euren Plänen entsprechen. Das soll nur Beispielhaft dafür sein, wie man aus positiven Eigenschaften auch Nachteile zieht:

 

Selbstbewusste Charaktere können dazu neigen, sich selbst zu überschätzen oder überstürzt zu handeln.

Abenteuerlustige Charaktere könnten unhöflich sein weil sie sich keinen Kopf darum machen, ob das was sie sagen unangebracht ist. Sie könnten den Ernst von Situationen nicht erkennen, naiv gegenüber der Härte der Realität sein.

Hilfsbereite Charaktere könnten aufdringlich sein, zu neugierig gegenüber Fremden, viel zu beschützend gegenüber Freunden.

Verantwortungsbewusste Charaktere könnten viel zu ernst sein. Sich darin verrennen, etwas unbedingt tun zu müssen, obwohl es außerhalb ihres Einflusses liegt. Ihre Freunde hinter ihre Arbeit stellen.

Fröhliche Charaktere könnten aus Zwang weiterhin Lächeln, obwohl es ihnen zu einem Zeitpunkt nicht gut geht, um ihren Freunden keine Sorgen zu bereiten. Oder sie wollen alles mit sich selbst klären und sind verschlossen.

Schlaue bzw. intellektuelle Charaktere könnten alles übermäßig analysieren und einfache Dinge wie die Schönheit der Natur vergessen. Oder sie könnten davon ausgehen, dass andere Leute ihr Wissen teilen und keine Rücksicht darauf nehmen, dass diese wohl nur Bahnhof verstehen. Oder sie gehen einfach nur davon aus, dass alle anderen dumm sind und halten sich für etwas Besseres.

Aufrichtige Charaktere könnten zu aufrichtig sein und in alle Fettnäpfchen treten, weil sie gerade heraus sagen, was sie denken.

 

Aus einigen Eigenschaften lassen sich wiederum ganz einfach auch Ängste gewinnen. Das hier sind nur eine Handvoll Beispiele, aber ich bin mir sicher, ihr findet mehr, wenn ihr diese Methode anwendet

Ungeduld - Angst vor verpassten Möglichkeiten

Arroganz - verletzlich zu sein/wirken

Sturheit - Veränderungen

Hilfsbereitschaft - Leuten nicht helfen zu können.

Verantwortungsbewusstsein - Den Anforderungen nicht gerecht zu werden.

Klugheit - etwas nicht zu wissen

 

Körpersprache. Wer kennt sie nicht. Unscheinbare Bewegungen, die man sich über die Jahre angewöhnt hat. Ja, auch euer Charakter hat sie, denn er soll ja auch lebendig sein. Beispiele wären das Kratzen am Hinterkopf oder an der Nase. Oder man rückt sich die Brille zurück. Vielleicht legt man auch ganz unbewusst den Zeigefinger an die Lippen, wenn man nachdenkt. Körpersprache hilft auch bei der Charakterisierung von Eigenschaften. Selbstbewusste Charaktere verschränken die Arme hinterm Kopf. Verschlossene Charaktere vielleicht vor der Brust. Wenn man sich unwohl fühlt, rückt man häufiger die Kleidung zurecht. Wenn man ungeduldig ist, schaut man wiederholt auf die Uhr oder belasten die Beine abwechselnd. Wenn man emotional betroffen ist, etwas verdeutlichen will oder angespannt ist verschränken vor allem Frauen ihre Hände vorm Herzen. Oder stützen diese in die Hüften, wenn sie aufgebracht sind. Vielleicht drehen sie auch Haarsträhnen zwischen zwei Fingern wenn sie sich unwohl fühlen oder Aufmerksamkeit erlangen wollen. Männer könnten sich dafür am Bart zupfen, gestikulieren aber allgemein etwas seltener als das weibliche Geschlecht.

 

Hobbies. Euer Charakter existiert nicht um des lieben existieren Willens. Er muss zumindest eine Sache haben, für die es sich zu leben lohnt. Sei es Zeit mit der Familie verbringen, in der Natur sein, zeichnen, Sport oder was auch immer euch sonst einfällt. Die Grenzen sind nur daran ausgerichtet, in welcher Zeit und welcher Welt euer Charakter sich befindet. In einem Mittelalter Setting wird es ja kaum jemanden geben, der einen Gameboy besitzt.

 

Steckbrieffragen. Würde ich schon fast optional nennen, aber es sind die kleinen Dinge, die runde Charaktere ausmachen. Ist der Charakter Rechts- oder Linkshänder? Essgewohnheiten, Lieblings- Trinken, Essen, Bücher, Musik, etc.

Treibt es auf die Spitze. Geht bis ins kleinste Detail wenn ihr wollt. Was sind die Schlafgewohnheiten (Zeiten, Positionen), fühlt er sich alleine oder in der Gruppe wohler? Ist er eher der Anführer oder der Mitläufer? Wie entspannen sie sich? Was stresst sie? Haben sie gegen irgendetwas Vorurteile? Was ist ihr selbstbild? Wie ist ihre Handschrift (ordentlich, klein, etc.)?

 

Musik. Etwas, was mir persönlich sehr dabei Hilft das Bild meiner Charaktere zu festigen. Meistens ist es ein Song von dem ich sage: Die Melodie/Stimmung und/oder der Text ist das, was meinen Charakter ausmacht! Aber Tipps dazu geben ist ziemlich schwer, da es auf den Geschmack ankommt und man nicht einfach so sagen kann "so, jetz' geh ich 'nen Song suchen, der zu meinem Charakter passt." Meistens ist es eher zufällig oder die 'Liebe auf den ersten Ton'.

 

Glaubwürdigkeit. Wenn ihr euch mit all den Punkten zuvor beschäftigt habt, sollte euer Charakter jetzt wie eine Schneeflocke aussehen. Die Kernelemente innen und viele, viele Details außen rum. Eigentlich sollte es keine Möglichkeit mehr geben, dass euer Charakter unglaubwürdig ist. Vermeidet Charaktere, die nur positive Eigenschaften haben, Gedanken anderer lesen können, alles über jeden wissen, obwohl sie dieses Wissen nicht haben könnten und zudem noch super stark sind und es mit zehn Gegnern auf einmal aufnehmen können. Stellt euch aber immer die Frage, ob euer Charakter wirklich so existieren kann.

Kann mein Bauernmädchen, das ohne viel Geld aufgewachsen ist und oft auf sich alleine gestellt war, wirklich so selbstlos und freundlich sein? Möglich ist es. Aber dann begründet es. Wurde es von der Mutter so erzogen? Hegt es den Wunsch, dass es niemand so schwer haben soll, wie sie es hatte? Hat ihr vielleicht eine hilfsbereite Person eines Tages Geld geschenkt, welches die Familie gerettet hat und versucht sie deswegen diesem Vorbild nahe zu kommen?

Kann mein Charakter wirklich so viel über Politik und die Welt wissen? Vielleicht hat er ein Buch nach dem Anderen gelesen, aber dann zieht daraus die Schlüsse, dass er sozial keinen Anschluss hatte, nie ein Baumhaus gebaut hat, nie Sport getrieben hat und dass er auch das Geld für so viele Bücher hatte. (Oder neben einer Bibliothek gewohnt hat.) Jemand, der schon als kleines Kind den Eltern helfen musste, der hätte keine Zeit dafür. Das Gleiche gilt für Kriegszustände.

 

Pausen. Kein Charakter kann in kürzester Zeit fertig sein. Habt also keine Angst, wenn die Inspiration etwas auf sich warten lässt.

 

Falls ihr beim Lesen Inspiration bekommen habt, oder Fragen / Ergänzungen habt, bin ich für Kommentare oder Nachrichten offen. Falls persönliche Interesse besteht, weil ihr Autor seid und mit eurem Charakter nicht zufrieden seid, kann ich auch gerne ein Beispiel zu einem meiner Pappenheimer schicken.

2 Kommentare 2.6.15 16:33, kommentieren

Stress, Stresslöser, Ziele und Projekte

Zuerst etwas Allgemeines über Stress. Ich bin beim besten Willen kein Profi auf dem Gebiet, aber das essentielle habe ich mir trotzdem aus dem Bio Unterricht gemerkt. Es gibt zwei Arten von Stress. Stress über eine kurze und über lange Zeit. Und besonders letzterer ist gefährlich. Er beeinflusst den Körper so weit, dass man sogar ernsthaft davon krank werden kann. Oft merkt man gar nicht, dass es chronischer Stress ist. Man rutscht einfach so hinein und stempelt es als Alltag ab. Aber wenn es dann richtig gefährlich wird, ist es schwer, einen Weg zu finden mit diesem Stress umzugehen, oder ihn sogar ganz zu lösen.

Der erste Schritt dabei ist herauszufinden, was überhaupt den Stress auslöst. Das können ernste Dinge sein, aber auch kleine Dinge, die andere Personen als ganz nicht stressig empfinden. Dabei das herauszufinden, kann ich euch nicht helfen. Aber ich kann meine Strategien mit euch teilen, die ich nutze um mit dem Stress umzugehen. Oder sagen wir „versuche“ damit mit umzugehen.

 

Was mich betrifft ist mein Stress nicht wie zu erwarten wäre, damit begründet, dass Klausuren anstehen. Es ist etwas viel normaleres. Etwas, was andere Leute vielleicht nicht einmal bewusst wahrnehmen. Gut zu wissen dabei wäre es, dass ich von den frühen Jahren im Gymnasium an mit Mobbing zu tun hatte. Ich war kränklicher als andere Kinder, hatte „verrückte“ Hobbies, war still und bemühte mich nicht darum in die Klassengemeinschaft integriert zu werden und arbeitete lieber alleine als mich nach anderen zu richten. Es gab also niemanden, der mich hätte verteidigen wollen oder es Lehrern melden würde. Als kleine Anmerkung am Rande muss ich vom heutigen Sichtpunkt aus sagen, wie kindisch es ist jemanden wegen Hobbies, Aussehen, Kleidung oder Familiensituation zu mobben, aber als Kind kann man solche Argumente schlecht vorbringen.

Zwar hat sich das Mobbing gelegt als ich die Schule gewechselt hat, doch Einfluss auf mein Leben hat es immer noch. So ist es für mich purer Stress zwischen vielen Menschen zu sein. So weit, dass ich mir einiges über Körperhaltung angelesen habe um selbstbewusst zu wirken und niemandem etwas von mir selbst erzähle, um die Angriffsfläche klein zu halten. (Ein Grund wieso ihr hier im Blog auch niemals meinen Wohnort oder Namen sehen werdet.)

Kurz zusammen gefasst macht es also Uni für mich zu einer täglichen Hölle. Natürlich weiß ich, dass Leute die den Verstand besitzen und studieren, nicht so intolerant sein können, jemanden zu mobben und cih bin jedes Mal wieder überrascht, wenn mir gegenüber jemand hilfsbereit und freundlich ist. Ich weiß auch, dass es mich eigentlich nicht kümmern sollte, was andere Leute von mir denken und ich mich nur um Freunde kümmern brauche, aber trotzdem bleibt der konstante Wunsch weiterhin bestehen, einfach unsichtbar zu sein.

Ursachen dafür sind ganz klar ein zu geringes Selbstvertrauen und nicht mit sich selbst zufrieden zu sein. Es gibt also zwei Wege sich den Stress abzuhalten. Entweder man behebt die Ursachen, was mir ziemlich schwer fällt, oder man sucht sich eine Möglichkeit dem Stress entgegen zu wirken.

 

Ich habe schon öfter gegooglet, fand aber keinen der Tipps wirklich hilfreich. Vor allem „Atemtechniken“ haben mir mehr Ärger beschert als sie gelöst haben. So wurde es nach wenigen Stunden mehr zu einem Zwang tief einzuatmen bis zu dem Punkt, an dem meine Lungen schmerzten. Es hat Tage gedauert diese Angewohnheit wieder weg zu kriegen.

Einige Leute schwören auf Musik. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass Musik mir den Stress nimmt, aber sie hilft auf jeden Fall während ich unterwegs bin. Nicht zu hören was andere Leute um mich herum sagen verringert die Wahrscheinlichkeit anstößige Kommentare zu hören und hilft dabei die Menschenmengen einfach auszublenden. Man muss nichts weiter tun als in der Bahn die Augen zu schließen und man ist in einer anderen ‚Dimension‘ in der man nichts mitbekommt.

„Nur eine Sache auf einmal“ ist eine Gegenmaßnahme der ich überhaupt nicht zustimmen kann. Das hilft nur, wenn man den Stress durch zu viel Arbeit oder zu hohe Ansprüche empfindet.

„Schlafen sie gut und lange“ auch etwas, was mir persönlich nicht Hilft, da meine Probleme mir meist in die Träume folgen. Selbst lucides Training hat nicht dabei geholfen. Aber vielleicht hilft der Tipp ja einem von euch 8)

„In der Natur sein. Fotos von der Natur machen“. An sich kann ich mir gut vorstellen, dass es helfen kann. Aber mit meiner Allergie gegen Pollen verursacht es eher Probleme.

Meine Freundin hat mir empfohlen zu schreiben. Sie selbst nutzt diese Technik um Probleme in ihren Fanfiction zu verarbeiten. Ich selbst scheitere aber immer an Faulheit oder an zu großer Selbstkritik, weswegen Fanfiction meist nach wenigen Kapiteln aufgegeben werden. Aber in gewisser Weise versuche ich ja jetzt einen anderen Weg von Schreiben.

 

Sich Ziele setzen. Etwas in der Zukunft haben, worauf man sich freuen kann. Sei es ein Treffen mit Freunden in Düsseldorf, der Release eines neuen Games, die Fortsetzung eines Animes, eine Tagesfahrt ans Meer, Urlaub in London oder Pläne zu einer guten Freundin in Amerika zu fliegen. Man sollte sich immer etwas vor Augen halten, das einem persönlich wichtig genug ist, um in Richtung Zukunft zu arbeiten. Als für mich mehrerer dieser Punkte wegbrachen, war es schwer einen Grund zu finden, sich überhaupt durch dieses Leben zu schlagen. Deswegen mein guter Rat: Selbst wenn ihr meint keinen Grund zu haben sich auf die Zukunft zu freuen, dann sucht euch etwas. Schmiedet Pläne, macht euch eine Liste um diese Pläne zu verwirklichen, sagt ganz deutlich „Ich gehe zur Uni, weil…“ ich später einmal genügend Geld verdienen möchte, um mir zu kaufen, was ich möchte, ab und zu Urlaub machen zu können, nicht immer auf jeden Cent achten zu müssen.

Bedenkt immer, dass ihr zu nichts! gezwungen werdet (außer vielleicht Schulpflicht, aber selbst das bringt euch etwas im Leben und ist keine Verschwendung!) und es eine eigene Entscheidung ist, euch dem Stress zu stellen. Deswegen solltet ihr euch auch keinem Leistungsdruck unterwerfen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist es etwas zu finden, was euch so viel Spaß macht, dass ihr es über eine große Zeitspanne ausüben möchtet. Etwas, worauf ihr euch während dem Vormittag freut, weil ihr es am Nachmittag wieder aufnehmen könnt.

Überlegt euch solche Hobbies oder Projekte. Etwas worin ihr Zeit investiert und am Ende sagen könnt „Ich habe etwas erreicht!“

Auch hier kann es eine ziemlich weitgefächerte Definition sein. Vielleicht wollt ihr besser in einer Sportart werden, oder wollt eure Fantasybücher Sammlung erweitern. Oder ganz simpel in einem Onlinespiel besser werden. Für eine neue Rüstung oder Waffe grinden, eine Vielfalt an Pokémon züchten, eine Fanfiction schreiben, Videos oder Lets Plays machen. Es kann alles sein, was euch Spaß macht.

Ich für mich selbst habe gemerkt, dass es mir unglaublichen Spaß macht mit dem RPG Maker zu arbeiten. Gut, es ist vielleicht nichts womit ich angeben kann, aber man hat am Ende auch ein Ergebnis, von dem man sagen kann „Das habe ich aufgebaut.“

Wenn man die ersten Fortschritte nach Tagen in der Database sieht, die Charaktere leben sieht, vielfältige Kampftechniken sieht, eine Welt zu erkunden hat, einen Storyplot zu entdecken hat. Zwar ist das Ergebnis nicht sehr auszahlend, bedenkt man, dass man oft mehrere Tage für eine Spielstunde programmiert, aber das macht mir nicht viel aus. Ich weiß ja selbst wie viel Herz da drin steckt.

Deswegen habe ich den Entschluss gefasst wieder an einem neuen Projekt zu arbeiten. Vielleicht geht es alleine nicht sehr schnell voran, doch lenkt es mich ab, macht mir Spaß und bietet eine tolle Gelegenheit meine Liebe zu Games auszuleben. Und wer weiß, vielleicht halte ich auch mal etwas über das Projekt im Blog fest. Immerhin ist es auch ein ziemlich wichtiger Punkt in meinem Leben.

 

Vielleicht habt ihr auch selbst noch einige Tipps, die ich hier nicht aufgeführt habe. Die würde ich dann entweder rein editieren, oder einen Neuen Blogeintrag als kleine Übersicht posten. Wenn es nur einer Person hilft, wäre mein Ziel schon erfüllt

2 Kommentare 1.6.15 15:10, kommentieren